Über die Wut und das damit verbundene Theater

Materialerfahrung: 


Mischtechnik (Mischtechnik geht immer....) Collage mit Gouache auf Papier A3. Viel rot.

Bild  und inneres Erleben - Depression statt Wut 

Gebildete Dachse sind sozial und kennen keine Wut. Wenn man gelernt hat, dass man als gebildeter, sozialer Dachs keine Wut haben darf, wird man sie gar nicht erst wahrnehmen. Emotionen nicht wahrzunehmen, bedeutet, dass man in dem schädigenden Denken oder Verhalten verharrt.
Betroffene Dachse sind physisch gesund, tragen in sich aber ein großes Maß an aufgestauter, negativer Emotion, die sie von innen her geradezu auffrisst: Dies kann in eine Depression, in psychosomatische Störungen wie Verdauungsprobleme,  in Gekränktheit, Zynismus, in krankhafte Verbitterung münden.
Besonders dramatisch im Sinne des Dachs-Theaters wird es aber auch, wenn sich über lange Zeit unterdrückte Wut auf gewaltvolle Weise den Weg bahnt in eine extrem heftige, eruptive Form der Wutäußerung. Überproportional häufig passiert dies in engen Beziehungen, denn da entsteht die größte Nähe und das größte Potenzial, den anderen zu verletzen. Wenn keine Beziehung vorhanden ist, dann lustwandelt der Dachs wütend zwischen den Stühlen. Oder weicht halt doch lieber auf die Depression aus.

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